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Kulturgarten Schadau, Thun

Seit 5 Jahren wurde durch den Verein ‘Ärdele’ die ehemalige Gärtnerei des Schlosses Schadau genutzt und weiter entwickelt. Ab März 2020 hat die Stadt Thun eine Verlängerung von weitern 2 Jahren gewährt. Die Trägerschaft wurde neu vom Verein ‘UND’ übernommen, was eine breitere Abstützung und die Schaffung einer Teilzeitstelle ermöglicht. 

 

Absicht dieses Projektes ist es eine Permakulturplanung auf diesem Areal zu erstellen und diese schrittweise umzusetzen. Bisher sind bereits sehr wertvolle Permakultur-Elemente erstellt worden, wie z.B. der Mandalagarten, die grosszügige und rollstuhlfähige Kräuterspirale, aber auch kleine Wildniszonen und die Haltung von Bienen. Mit einem ganzheitlichen PK-Design wollen wir die planerische Voraussetzung schaffen, die es erlaubt zielgerichteter vorzugehen und den ökologischen Nutzen zu steigern.

 

Als erster Schritt wurde die Organisatorische Einbindung in UND, die vertragliche Regelung mit der Stadt Thun, die Schaffung einer 50% Kooridnationsstelle und die Anbindung von interessierter Organisation und Sponsoren umgesetzt. Zentral war die Erarbeitung einer klaren Vision, die sowohl für die interne und externe Kommunikation extrem nützlich ist.


 

Neue Vision KGS

 

Der KulturGartenSchadau (KGS) entwickelt sich zu einem weit über Thun hinaus bekannten Begegnungs- und Wirkungsort für alle Menschen, fördert das Miteinander und wirkt generationenverbindend.

 

Im KGS entsteht ein vielseitiges Ökosystem nach den Ansätzen der Permakultur. Der Garten ist offen für die ganze Bevölkerung. Einerseits als natürliche Begegnungsoase, aber auch als Werk- und Experimentierplatz für GartenliebhaberInnen und als Schulungs- und Erlebnisraum zum Thema Natur. Die möglichst breite Beteiligung von Schulen, Organisationen und Interessengruppen am Thema Natur soll zum besseren Verständnis der Naturkreisläufe beitragen.

 

In Thun ist der KGS an gut erreichbarer Lage ein Vorzeigegarten mit grosser einheimischer Biodiversität und verschiedensten, gut abgestimmten, natürlichen Lebensräumen. Ergänzend zum angrenzenden Schadaupark ist der KGS ein nicht mehr wegzudenkender Teil der «Kulturmeile Thun» und des öffentlich zugänglichen Angebots von Thun. Die denkmalgeschützte Infrastruktur und das einmalige Ambiente des KGS sind anregend für die Durchführung von kulturellen Anlässen und Weiterbildungen. Ein Ort für Begegnung, Inspiration und Wirken rund um die Themen Garten und Kultur: Ein Paradies inmitten der Stadt Thun!

Eckdaten

Ort

Schadaugärtnerei, Seestrasse, Thun

 

Zusatzinformationen
Temporäre Nutzung bis November 2021 sichergestellt

Projektbeginn 

März 2020

Projektabschluss

Juni 2020

 

Status

Projektdesign für Realisierung 2020 und 2021 fertiggestellt.

Permakultur Design 

1. Kennelernen des Terrains und vorziehen dringlicher Arbeiten

Als erster Schritt sind die Rahmenbedingungen des Areals und der z.T. Denkmalgeschützten Gebäude/Treibhäuser zu klären und das Permakultur-Know How in einer Arbeitsgruppe zu bündeln und mit den eigentlichen Projektarbeiten zu beginnen.

 

Leider macht auch uns der Corona-Virus einen Strich durch die Rechnung und wir können nur eingeschränkt, d.h. via Videokonferenz, starten. Projektarbeiten im Terrain sind nur mit limitierter Anzahl Personen möglich.

Mit der aktiven Gartenarbeit haben wir aber bereits im Februar begonnen und bereiten die Treibhäuser und Beete des Mandala-Gartens vor. Die Hochstamm- und Spalierbäume haben wir bereits geschnitten und sind daran die Neophyten (Schmetterlingsflieder und Essigbäume) auszugraben. Auch werden wir bald neue Hügelbeete mit dem Schnittmaterial der Baumpflege anlegen.

2. Istaufnahme, Vektorisierung und Darstellung in einem Plan

Dank guter professioneller Unterstützung konnten wir das Terrain mit einer Drohen aufnehmen und auf einen Plan übertragen lassen. Im Team haben wir dann die einzelnen Bäume, Büsche und mehrjährigen Pflanzen identifiziert und auf dem Plan benannt. Anschliessend wurden die Vektoren mit Ausrichtung, Windverhältnissen, Besinnung und Mirkoklimen bestimmt und in die Planung übertragen. 

Limitierende Elemente wie es sich ev. aus der Bauverordnung oder anderen Auflagen ergeben befinden sich zur Zeit noch in Abklärung mit den Behörden.

3. Workshop zur kreativen Ideenentwicklung und anschließende Priorisierung

Endlich durften wir Mitte Mai uns wieder treffen und an einem Workshop haben wir kreativ Ideen entwickelt und konkretisiert In Anbetracht der limitierten personellen und finanziellen Ressourcen haben die Ideen periodisiert und entschieden die folgenden vier Elemente zu konkretisieren:

1. Erstellung eines Kompostgartens mit verschiedenen Kompostiermethoden

2. Wiederherstellung und Ausbau des Feuchtbiotops

3. Optimierung des bestehenden Mandalas mit einem attraktiveren Zugang und Hügelbeet als Sonnenfalle

4. Fassung und Verteilung des anfallenden Regenwassers

4. Finalisierung des Designs und Vorstellung in der Permakultur-Regiogruppe Thun

Aufgrund der Beschreibungen und Handskizzen hat unser Zeichner die Ideen sehr gut umgesetzt und mit Gestaltungselementen und Bepflanzungsvorschlag angereichert. Am monatlichen Treffen der PK-Regiogruppe Thun fanden die Designvorschläge grosse Zustimmung und wurden mit paar wertvollen Vorschläge angereichert. Skepsis kam in Bezug auf die genügende Anzahl von Personen die für die Umsetzung benötigt werden auf. Es wurde deshalb beschlossen, vorläufig keine weiteren Projekte mehr zu entwickeln und die Permakultur-Design-Gruppe aufzulösen. Für die Realisierung werden nun Workshops geplant.

Ich danke allen für die aktive Mitarbeit in diesem Projekt und es freut mich dass in so kurzer Zeit und trotz Corona-Lock-down derart kreative Lösungen gefunden werden konnten.